Thursday, 18 December 2014

Kartoffelwunder



Man lernt nie aus: Es gibt hunderte von Kartoffelgerichten, davon habe ich gefühlte 99 schon selber gekocht. Dann komme ich zufällig auf diesen Blog mit dem vielversprechenden Titel: Alles ist gut. Und da gibt es Tartiflette. Dieses Jahr war das Jahr meiner Entdeckung französischer Gerichte, denn ich bin eher ignorant was Frankreich betrifft, ich war selten bis nie dort und kenne die Küche nur von Blogs und Kochbüchern. Aber das wird sich ändern. Nächstes Jahr steht Frankreich ganz oben auf der 356-Reiseliste.
Alles wird gut.

Die Tartiflette ist eines von diesen Gerichten, die am besten als "zum Reinlegen" beschrieben werden - einfach zu machen, wärmend und ummmahmmi. Und so hab ich sie gemacht:

  • Ich koche vier bis fünf festkochende Kartoffeln fast gar,
  • Würfle eine große Zwiebel und brate sie mit 100g Schinkenspeck oder Schinken, ebenfalls gewürfelt.
  • Kartoffeln in dicke Scheiben schneiden und in eine eingeölte Backform schichten
  • Eine Lage Zwiebeln und Schinken darauf ausbreiten, dann mit einer weiteren Kartoffellage zudecken.
  • Oben drauf kommt - falls vorhanden - ein Reblochonkäse, die beiden Hälften links und rechts drauf legen. Ein Gläschen guten weißen Burgunder drüber gießen und rein in den Ofen.
  • Bei 200° ca. 25 Minuten backen, bis alles schön braun und der Käse zerlaufen ist.

Bei uns im Dorf gibt's natürlich keinen Reblochon. Daher kaufte ich im nächsten Supermarkt einen französischen Weichkäse, der machte das richtig gut.


I thought I knew all the 101 ways to cook a potato. Until I came across this blog and found Tartiflette. France is not one of "my" countries, but this year I have tried and tested some cracking French recipes, and now France has been moved to the top of my travel list for next year.

Tartiflette is wonderfully easy to make, delicious and comforting.
  • Boil 4 or 5 waxy potatoes until almost done
  •  Dice a large onion and fry it gently with100 g diced streaky bacon, or ham, if you prefer
  • Layer the potatoes in a well-oiled baking dish,  spread the onion-bacon mixture on them and cover with another layer of potatoes
  • Sprinkle a glass of good white wine over the whole lot
  • Cut a piece of Reblochon cheese in half and lay the two halves on both ends of the dish.
  • Now bake it for 25 minutes at 200°.
If you can't get Reblochon, use any French soft cheese, not Brie or Camembert, if possible. 

Wednesday, 17 December 2014

Zeitraubendes Plätzchenbacken und schnelle Küche

Auch ich bin dabei, schnell noch das Weihnachtsplätzchen zu retten in diesen letzten Tagen. Wie jedes Jahr bewundere ich die Hausfrauen, die schon im Herbst die weise Voraussicht haben, Plätzchen zu backen. "Auf den letzten Drücker" heißt es bei mir, wie auch in anderen Bereichen meines Lebens. Aber sobald ich was Ansehliches zu zeigen habe, werde ich es gern hier vorführen.
Gestern hatte ich besonders lieben Besuch in meiner Einöde und kreierte uns ein schnelles, schönes Mittagessen. Als ich dieses Bild im Independent Magazine gesehen hatte, wollte es unbedingt gerne nachkochen. Ich bin ja so eine Art Küchen-Beltracci, aber halte mich doch nicht immer genau ans Original. Es kommt immer noch der Rumfortfaktor dazu: dieses Mal waren es die Tomaten, die rumlagen und fort mussten.
Zuerst die Broccoli bissfest vorkochen (das Kochwasser aufheben und als Gemüsebrühe benutzen) und mit kaltem Wasser abschrecken,  damit sie schön grün bleiben.
Die Tomaten in Olivenöl mit etwas Oregano braten, und die Pinienkerne ohne Öl in einem Pfännlein rösten.
Einen Riesenpfannkuchen backen.
Mit dem Gemüse und Pinienkernen dekorieren und ein paar Löffel Ziegenfrischkäse darauf zerlaufen lassen.
Entweder offen essen, oder zusammenrollen und in Stücke schneiden.

I am one of those old-fashioned fans of the Christmas biscuit, a venerable German tradition. Most professional housewives have long done their baking instead of leaving it to the final week before the deadline. Me, I have managed one tin of biscuits so far and will keep you posted if I get more results.
On a happier note, yesterday I had a visitor in my remote abode and re-created for us this pretty dish I found in the Independent magazine, adding my last tomatoes for extra colour. 
First boil the broccoli until they are al dente (save the cooking liquid for vegetable stock) and douse with cold water, to keep the colour fresh.
Fry the tomatoes in olive oil and some oregano braten, toast a handful of pine kernels in a dry pan
Bake a giant pancake
Arrange the vegetables and pine nuts on top with a few dollops of goat cheese
Eat it as it is or roll it into a roulade and cut it into slices.

Sunday, 14 December 2014

Sonne mit klassischer Rumfortkreation


So. Das Gleiche nochmal mit blauem Himmel. Das waren ein paar himmlische Tage. Spaziergänge, tief atmen, Schwester und ich bis zu den Knien im Steinsee, der Engländer rast durch den Wald.
Mein Gesicht hat dieses Nebelgrau verloren, ich erkenne mich wieder.
Hunger!

Same place, this time with blue sky. We had some heavenly days, sunshine, long walks, deep breathing, up to my knees in the cold lake. Man running through wood. My fog-grey face is turning pink again. 
And I'm hungry!
Von der Quiche Lorraine habe ich etwas gelernt: Zuviel Teig ist kein Problem! Ich habe diesen Mürbteig/ pâte brisée aus  
250g Mehl, 125g Butter, 5g Salz, 1 Ei, 20g Wasser
nochmal gemacht und vier kleine runde Platten ausgerollt und separat eingefroren. 
Jetzt kann ich jeden Tag Quiche für mich (plus one) machen. 
Diesmal verschlug ich ein Ei mit ungefähr 60ml Schlagrahm und einem viertelten Päckchen Feta, verteilte eine halbe geriebene Zucchini (Rumfort-Faktor) auf der mit einer Gabel zerstochenen Teigplatte und bedeckte sie mit der Eiersahne. 
Man kann diese Quiche mit allem möglichen machen: geriebenem Bergkäse, Cheddar, Rote Bete reiben, einen Rest Wirsing, ein paar Rosenköhlchen....dazu ein Ei, Milch oder Sahne,geht alles.
Nach ca. 20 Minuten bei 180° ist die Quiche fertig.
Schneller geht Fastfood nirgends.
 
When I made my quiche Lorraine last week, I learned something: too much pastry is a real asset.
I made this shortcrust pastry/pâte brisée again, with
 250g flour,125g butter, 5g salt, 1 egg,  20g water,
then divided it into four pieces and made four quiche bases which I put separately, wrapped in clingfilm, into the freezer. Now I can have instant quiche for myself (plus one) whenever I want. 
This time I had half a courgette which I grated and spread on the base, (pricked with a fork). I beat one egg with about 60ml single cream and a quarte of a packet of feta cheese and poured it over the courgette.
You can make a  quiche with anything: grated cheddar, cream cheese, beetroot, a leftover bit of savoy cabbage, a few lost brussels- plus egg and milk, or cream.
After about 20 minutes at 180° your quiche is ready.
Fastfood doesn't come any faster.



Thursday, 11 December 2014

Die Stadt und das Land

Mit dem wunderbaren Bild links  hat mich mein Freund Tony aus London beglückt (geschossen mit seinem iPhone!).
Rechts, etwas bescheidener, meine Auto-Weihnachtsdeko vor der Dorfkirche.
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My friend and ace photographer Tony sent me this picture on the left of somewhere in the City of London, incredibly shot with his iPhone. The one on the right is the village church, framed by my tasteful in-car X-mas deco.
Ich habe in letzter Zeit kaum in Wirtschaften gegessen und hatte deshalb kaum was zu berichten - schlechtes Wetter, schlechter Gesundheitszustand,bad karma?
Aber jetzt ist mein Münchner Stammtisch wieder wundersam komplett, und so trafen wir uns diese Woche zu viert im Löwengarten. Unsere einstige Stammkneipe ist zwar nicht mehr das Wohnzimmer, das sie vor der "Übernahme" war, aber doch ein gutes Stadtteil-Esslokal mit liebevoll gekochten Gerichten, oft auch vegetarisch, wie z.B. diesen beiden:
 Wachtelbohnen auf Rösti mit Mangold
Schwarzes Risotto mit gegrilltem Ziegenkäse
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 Kann man lassen. Einen sehr feinen Prosecco spumante hat der Löwi auch; Prost Vorweihnachtszeit!

Wednesday, 10 December 2014

Schock! Minutenlange Sonnenbestrahlung!


Heute morgen wachte Bayern zu seinen ersten Sonnenstrahlen seit gefühlten Monaten auf! Ich fühlte mich, Augen reibend, so ähnlich wie Noah nach 40 Tagen und 40 Nächten auf der feuchten Arche, packte sofort mein kleines Schwesterlein - und dann nichts wie raus in die Sonne! Keine Sekunde zu früh, mittags war die Lichtschau schon wieder vorbei.
Vor Freude machte ich mich daran, eine halbwegs echte Quiche Lorraine zu backen.
Mit diesem Rezept von Micha war das auch ganz einfach. Natürlich musste ich den Senf Savora durch gemeinen Dijon ersetzen, weil ich den natürlich nicht habe. Ansonsten habe ich mich sklavisch ans Rezept gehalten und es schmeckte hervorragend. 
Für die nächste Quiche werde ich aber den Teig etwas reduzieren, ich fand die Basis zu dick.
Das wären dann:
180g Mehl, 90g kalte Butter, ein kleines Ei und ca. 15g Wasser. Muss ich aber erst ausprobieren, oder falls es die Leserschaft probiert, bitte Rückmeldung!
Kleiner Tipp: es lohnt sich zu warten, bis die Quiche ein bisschen abgekühlt ist - lauwarm schmeckt sie am besten.

 This morning dawned with the first rays of sun we have seen in Bavaria for what feels like months. I rubbed my eyes with wonder, like Noah emerging from the Ark, after 40 days and 40 nights of damp gloom.
Luckily my sister and I went for a walk straight away, for by mid-day, gloom had returned.
For lunch, I attempted this quiche Lorraine from a blog recipe - for those of you who read French it's here from the horse's mouth.
For the pastry, I would suggest you quickly knead together
 180g flour 
pinch of salt
90g cold butter 
a small egg 
about 4 tbsp cold water 
Pierce the pastry base with a fork so it remains flat during baking. 
For the topping, Mme. Pic uses ham instead of bacon, which makes it less greasy but, apparently, also less "authentic". Spread the ham on the uncooked base.
Now grate 50 Comté (or mature Cheddar) over the ham.
Beat two eggs and an egg yolk together with 125g milk and 125g cream and a spoonful of mustard. 
I would hazard a guess: Savora mustard is not in everybody's larder, so use Dijon instead.
Pour the mixture over the ham and cheese
Bake in a pre-heated oven (190°) for 35 minutes. If you can bear to wait, eat it when it has cooled down a bit, at its most delicious.
The Guardian has a number of recipes here.

Monday, 8 December 2014

Kraftfutter

 Durchhalten! Die Kaltmamsell hat bestimmt nicht recht - es dauert doch nicht mehr fünf Wochen, bis die Tage wieder länger werden: heute ist der 8.12. Am 21. ist Wintersonnwende, das sind noch 13 Tage. Dann also nochmal 13 Tage, das ist dann der...da schau her! der 3. Januar - mein Geburtstag. Ab da geht es wieder aufwärts.
Heute habe ich mir einen Schnellimbiss gemacht, der ging so:
  • eine Zucchini kleinhacken
  • in einer großen Pfanne in heißem Olivenöl ein bisschen garen
  • inzwischen ein Kalbsschnitzel mehlen, in gekleppertem Ei baden, dann in einer Panade aus home-gemörserten Semmelbröseln - gemischt mit Za'atar* - wenden und in der Zucchinipfanne ca. 4 Minuten von jeder Seite braten. 
  • Das restliche Ei über die Zucchini gießen und stocken lassen.
*ein nordafrikanisches Würzmittel mit Sumach, Thymian und Sesamsamen - ich hab's aus London mitgebracht. Bekannt aus Film, Fernsehen und Ottolenghi-Kochbüchern.

My fast food today was tasty, healthy and ...fast.
  • chop a courgette and fry it in good olive oil
  • meanwhile, flour a nice veal schnitzel, bathe it in beaten egg and roll it in breadcrumbs mixed with za'atar. *
  • fry the schnitzel in the pan with the courgettes, about 4 minutes each side.
  • pour the remaining egg over the courgettes and leave it to set.
*Of course you all know what it is - sumac, thyme, toasted sesame seeds.  After all,I bought it in London. 

Morgen früh, wenn Gott, Göttin und sämtliche Ahninnen da oben wollen, scheint die Sonne.  
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And tomorrow, the sun will shine. I made a wish. Or is that a vish?

Friday, 5 December 2014

Scharfe Farben für graue Tage

Das Lichtlein brennt schon ziemlich lange, weil ich die ganze Woche mit Husten, Inhalieren und derartigen saisonalen Vergnügungen beschäftigt war. Es ging so weit, dass die Verkäuferin beim Metzger ausrief ich sähe aus "wiara Packl Kunsthonig" (nicht gut - das Gegenteil von "blendend").
Kochen geht jetzt wieder.
***
I hope you enjoyed my advent candle, as my life has been on hold all week due to the predictable seasonal occupations of sneezing and coughing. No stamina - gave in to the first passing virus. But now, we cook again.

Im Kielwasser von Yotam Ottolenghi, und dem von ihm angeregten, massiven Interesse an mediterranen und nordafrikanischen Gerichten und Gewürzen, hat es jetzt auch das türkische Gewürz Pul Biber in die Bloggerküche geschafft. Bisher war es mir hauptsächlich aus Dönerläden bekannt als “mit scharf?” Mein türkischer Lieblingsimbiss (und Deli) in Grafing hat es natürlich. Wenn man die Mittagszeit vermeidet, zu der aus dem nahen Gymnasium ein Strom ausgehungerter Schüler in den kleinen Laden fließt, findet man dort auch andere feine türkische  Würzen: Sumac, Schwarzkümmel, Granatapfelsirup. Erstaunlicherweise hatte sogar A***, unser Dorfladen, neulich Orientwoche. Es gab unglaubliche Dinge wie Berberitzen, die es sonst nur zu Apothekenpreisen auf dem Viktualienmarkt gibt, und gewürzte Dosengerichte mit Kichererbsen. 

Pul Biber ist ein Trockengemisch aus Chili-und Paprikaflocken, so ähnlich wie Harissa, das aus Chiliflocken, Kreuzkümmel, Koriandersamen und Knoblauch besteht: “mit scharf“ halt. 
Übrigens haben wir in Bayern ja unseren eigenen Ottolenghi, er heißt Ali Güngörmüs und ist Sternekoch mit eigenem Restaurant in München. Er hat noch keine eigene Kochsendung, aber da können wir drauf warten, Ali ist nämlich nicht weniger charmant als Yotam! Ein Kochbuch mit schönen türkischen Rezepten gibt's schon von ihm.
Das Wunderbare an der mediterranen Küche, besonders im Winter, ist dass sie Farbe auf den Tisch bringt - vor allem Rot. Ich habe hier eine Karotte, eine kleine Zucchini und eine Handvoll Kichererbsen mit viel Knoblauch zugedeckt gedünstet, und das in etwas Olivenöl angesetzte Pul Biber großzügig reingerührt. Zum Schluss pro Person ein Ei in der heißen Sauce stocken lassen (Deckel drauf) und eine Handvoll Berberitzen darüberstreuen.
"T'is the season to be jolly", and to put cheerful food on our tables. And what could be more cheerful than mediterranean food, which thanks to St.Ottolenghi is on tables everywhere now, adding colour to the grey  season! 
By the way - here in Bavaria, we now have our very own mediterranean specialist with Turkish-Bavarian roots: Michelin starred chef, Ali Güngörmüs. I can't wait to see him on telly with his own fusion programme!
Meanwhile, I played with my new hot spices and made a version of shakshuka:
I diced a carrot and a courgette, sautéd them with lots of garlic and a handful of chick peas. Seasoned it with cumin and chili flakes doused in olive oil - pul biber from my local small-town Turkish deli. At the end, crack an egg for each eater into the pan and leave them to set with the lid on.  
For vitamin prettiness, sprinkle some barberries or fresh pomegranate seeds over the dish .
Über das Wetter sage ich vorerst kein Wort mehr - zum Verzweifeln ist es 
***
For the time being, I'll refrain from comments about the weather. Too desperate for words.

Sunday, 30 November 2014

Das Lichtlein brennt wieder

Jedes Jahr nehme ich mir vor, selber einen schönen Adventkranz zu basteln, um in  diesen Tagen der gnadenlosen Nebelsuppe unser Heim mit Licht zu füllen.
Und jedes Jahr fahre ich am Samstagabend kurz vor Torschluss zum Supermarkt und kaufe den letzten, den es noch gibt. Aber trotzdem ist er auch dieses Jahr wieder sehr schön geworden.
Schönen Ersten "Apfent" wünsche ich allen!

Every year, I am full of good intentions to create my own, personal, special advent wreath which will fill our home with light, in these days of relentless opaqueness. And every year, I drive to the supermarket on the Saturday night and purchase the last one in the shop. Still, I made it nice.
Happy First Advent to you all!

Und weil es langsam wieder bergauf geht mit der allgemeinen Verfassung, gibt es heute für mich und den Engländer endlich wieder was Schönes, Vorweihnachtliches zu essen. Mütterlein wünscht sich Rahmspinat und Kartoffelbrei, so sei es.
Wir Erwachsenen essen ein orientalisch angehauchtes Pilaw (Pilaf?) das ich im Vorbeiblättern in einem türkischen Blog sah. Da ich das Rezept nicht lesen konnte, hielt ich mich an die Bilder, geht auch.

Ich kochte den Reis wie immer im Bett vor. Sicherlich falsch, denn ich vermute, dass der Reis mit dem Fleisch zusammen gekocht wird beim richtigen Pilaw. Aber es schmeckte auch so gut.
Dann briet ich ein halbes Pfund Kalbsgulasch (vom besten Grafinger Metzger) mit viel Ziebeln und Knoblauch in Olivenöl an, stäubte etwas Stärkemehl drüber und löschte mit meinem besten steirischen Reiterer Rosé-Noagerl ab.
Eine Weile köchelt es dahin, dann kommt noch Gemüsebrühe drauf, dass immer genügend Flüssigkeit da ist.
Gewürzt wird mit piment d'espelette und einem Teelöffel Ras-el-hanout, auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen -
je länger, desto besser.
Kurz vor dem Servieren mische ich eine Handvoll zerstückelte Maronen ins Fleisch, dann kommt der Reis darunter und alles noch mal gut heiß gemacht. Zum Schluss wird der Reis mit Berberitzen (oder Granatapfelkernen) gesprenkelt.
Köstlich! Zergeht auf der Zunge. 
Because things are looking up again, I wanted to eat something nice with my Englishman of choice today. I made this delicious, slightly oriental-flavoured pilau rice dish I had seen in passing, on a Turkish language blog. Of course I couldn't read the recipe, so I had to make it up from the picture.
 
As always, I cook the rice using my bed method. I am pretty sure that  the correct way to make pilau is more like cooking risotto, but it worked out fine.
The rice done, I gently fried a chopped onion and two cloves of garlic in olive oil and added 1/2 pound of cubed veal - naturally from our good local butcher. When it was all nice and brown, I custed it with some corn flour and deglazed with the last of my best Austrian rosé wine.
I seasoned with ras-el-hanout and a bit of piment d'espelette. You could use ground nutmeg, a touch of cinnamon and paprika powder instead, or a hint of chilli, nothing to spicy.
About five minutes before you want to take it off the heat, add a handful of chopped chestnuts to warm them through. Sprinkle the pilau with barberries or pomegranate seed.
This is real melt-in-the-mouth comfort food!
Meanwhile, Mum remains firmly on mash and creamed spinach. Whatever makes her happy.

Friday, 28 November 2014

Wüstensuppe

Nachtrag:
Was mich aus meiner schlechten Laune herauskatapultiert hat, ist dieser Film, "Sound of Heimat". Was für ein wundervoller Seelenbalsam! Wer Musik liebt und sich fragt, wo wir eigentlich daheim sind, muss sich den Film unbedingt gönnen. Schon allein wegen der hundert chinesischen Schulkinder, die "Alle Vögel sind schon da" spielen.

Ich durchwandere nämlich wieder einmal die kulinarische Wüste, die sich immer auftut, wenn ich "dran" bin, unsere Mutter zu betreuen. Kaum vom Sessel kommt sie hoch, das kleine Häufchen Elend, aber sie hat das Heft fest in der Hand und weiß genau, was sie will und was sie ganz sicher nicht will. Altersmilde? Fehlanzeige.
Mit jeder Faser ihres fast 92-jährigen Körpers kämpft sie gegen ihre inzwischen fast totale Abhängigkeit.
Was ich damit sagen will? Bin eh angeschlagen, kreatives Kochen ruht.
Gestern hat Mum sich Bandnudeln gewünscht. Ich koche eine Schinkennudelversion mit winzigkleinen Schinkenwürfeln und einer Sahnesoße - ohne Soße geht nichts (obwohl sie die Auszog'nen von der Anni problemlos trocken verspeist hat). Also, Bandnudeln. Zwei Gäbelchen von einer sowieso schon winzigen Portion - "des bring i ned obi". Ich mach's jetzt wie meine Schwester - anstatt sie zu schimpfen, nehme ich wortlos den Teller und entsorge das Mittagessen. So ähnlich muss es sein, wenn Mütter versuchen, dem Kind Broccoli schönzureden, was natürlich in unserer Kindheit kein Thema war: wir haben gegessen, was die Erwachsenen aßen
Verhungern tut sie nicht, wie gesagt, Schmalznudel. Und Pralinen. Schokoküsse liebt sie auch, die Süße. Das Schöne am hohen Alter ist, man muss nicht mehr auf gesundes Essen achten.
Abends gibt es Suppe. Suppe geht immer.
Draußen: täglich Nebelsuppe

I am traversing that culinary desert called "my turn to take care of my Mum". Barely able to get out of her chair, she is still in command of everything that goes on. Especially what she wants to eat. There is no sign of that famous mellowing with old age; with every fibre of her body she clings to the power to say NO!
What am I saying here? Any fun cooking and my food blog are on hold, while I limp around the kitchen cooking delicious little snacks for Mum which she routinely rejects. I suppose it's like a mother trying to sell broccoli to a recalcitrant child.
Naturally, when my sister and I were little, we ate what the adults ate, no questions asked.
Still, one of the freedoms that come with old age is that you don't have to eat healthily. So I am confident Mum will not starve, as long as she gets her daily bowl of soup, her chocolates and the buns her friends bring her.
The weather is also jolly - finally November has come into its own with days of impenetrable - peasouper.

Monday, 24 November 2014

Der Veggieburger

Die Fäden sind gezogen. Die Zähne sind wieder beißfest. Die Brücke (over troubled Zahnfleisch) sitzt und hält. Ich darf wieder Rohmilch und Eierprodukte essen. Also gab es heute das erste feste Essen: einen richtig gesunden, knackigen happy Burger. 
Möglichst nicht zu resche Semmel aufschneiden und belegen
Selbstgemachte Mayo
Ein Stück leicht gegrillter oder in der Pfanne angebratener Manouri (ein köstlicher Schafskäse aus dem Bioladen, ein anderer Kochkäse oder Halloumi gehen natürlich auch)
Eine Scheibe Tomate
Eine Scheibe Avocado
Schwarzkümmel und Kresse als Deko
Mit Auf Wunsch mit Salz und Piment d'Espelette oder Chiliflocken würzen
Reinbeißen
Geht doch.
Auf der Auer Dult habe ich mir diesen Plastikdeckel gekauft, der luftdicht verschließt - wie man sieht, kann man damit den Topf sogar hochheben!
***
 I bought this airtight lid in a market; it's so tight you can even lift the bowl up with it
 
I am back in business for solid food. Stitches are pulled out, teeth ready to chew, and the bridge over troubled gums is installed. I am back on raw milk cheeses and eggs. 
 So, for my lunch today I made a solid, healthy, happy burger. 
Cut a bun - not too crunchy just yet - open and layer it with
Homemade mayonnaise
A slice of toasted or grilled organic Manouri cheese (a very delicious sheep's milk cheese). You can substitute it with halloumi or mozzarella (not grilled)
A slice of tomato
A  slice of avocado
Nigella seeds (aka black cumin) and mustard cress for deco
Season with salt and piment d'Espelette or chili flakes if you like
Take a bite
Teeth still in place.

Dies ist das letzte Mal dass ich meine Zähne erwähne. Bis zur nächsten Katastrophe.
***
This is the last time I'll talk about my teeth. Until disaster strikes again.