Monday, 2 May 2016

Muss das sein?

Jawohl, das muss sein, damit man an einem verregneten Sonntag Nachmittag, den man mit den Ex-Kolleginnen in der Goldenen Bar auf der Rückseite des Haus der Kunst verbringt - wunderschön, übrigens, im Sommer auch auf der Terrasse, mit Blick in den Englischen Garten - spontan so richtig losprusten kann.
Das Tegernseer Helle wird übrigens ebenfalls im damenfreundlichen 0,33er Masskrüglein serviert. Toll.
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See what you are missing, not living in Munich!
The national Bavarian dish served in a beer stein.
 

Saturday, 30 April 2016

Urlaub im Botanischen Garten

 Endlich war es gestern schön genug, mit Margret Greenman meinen lang geplanten Erkundungsgang durch den botanischen Garten zu machen. Margret wohnt immer noch nahe genug, um mit dem Radl hinzufahren - für mich ist meine frühere Radlroute jetzt ein Tagesausflug.
Es war so wunderschön, dass wir ganz vergaßen, ins Café zu gehen - das  im Übrigen renoviert worden ist und sehr einladend ausschaut.
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Finally a perfect day for my longed-for outing to the botanical Gardens, together with a friend who still lives close enough to cycle there - like I used to. Now it's a day outing for a country bumpkin! 
We were so enchanted by all the colourful stuff and the sun, we completely forgot to go to the café - a first!
 Tulpen, so weit das Auge schaut, und Margret umarmt Bäume
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Tulips everywhere, and Margret is hugging trees



 Zum Schluss machte ich meine alte Lieblingsrunde, durch den Hinterausgang des Botanischen in den Schlosspark, am Kanal entlang zur 17er Tram. Seit neuestem gibt es im Schlosspark einen Gondoliere, der angeblich in Venedig ausgebildet wurde! 100% authentisch!


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I finished off my walk via the Nymphenburg Castle Park and along the Canal, to the Nr17 tram.
The latest attraction in the Park is a gondoliere who apparently trained in Venice for 100% authenticity!

Wednesday, 27 April 2016

Apfelblüten unter Schneebeschuss!

 
Geht! ES! NOCH? Über Nacht hat's alles vollgeschneit.
Schnee auf grünen Bäumen schaut einfach saublöd aus.
Und Schnee auf Apfelblüten ist kriminell.
Mittags ist der Schnee weg, aber die eisige Kälte bleibt.

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Snow on apple blossom - that's just not right.
By lunchtime the snow is gone, but the icy cold remains.
 Was natürlich ein Grund mehr ist, ein herzhaftes Mittagessen zu kochen; es lohnt sich übrigens auch für eine Person!
Das Pfandl ist vom Flohmarkt!
Ich machte mir Blinis aus Buchweizenmehl, man könnte sie deshalb auch als Galettes bezeichnen.
Dieses Rezept habe ich halbiert, und selbst das würde für ca. 8 Blinis reichen!

115g Buchweizenmehl, 115g Weizenmehl (ich: 1050er Dinkelmehl)
ein Päckchen Trockenhefe (ich: einen halben Würfel frische Hefe)
Prise Salz
375ml warme Milch
2 Eier (eines ganz rein, eines trennen)

Das  Mehl in eine Schüssel geben, die Hefe mit der Milch anrühren, Salz, das Ei und ein Eigelb dazugeben, einen glatten Teig rühren. Zugedeckt an einem warmen Plätzchen ca. eine Stunde stehen lassen.
Das Eiweiß steif schlagen, mite einem Gummihund oder Kochlöffel unter den Teig ziehen.
Öl in einem Pfännlein erhitzen, genug Teig für einen dünnen, untertassengroßen Blini hineinlöffeln, backen .
 Dazu briet ich gewürfelte Resterlkartoffeln mit ein paar in Scheibchen geschnittenen Frühlingszwiebeln, gewürzt mit dem köstlichen Minze-Currypulver und Piment d'Espelette. Oben drauf kommt Creme Fraiche und ein bisserl Forellenkaviar, wegen der hübschen Farbe. Der stand seit Weihnachten, als ich ihn für eine Einladung gekauft hatte, vergessen im Kühlschrank.
 For cold and snowy days I need hearty food. I found this recipe for blinis in my Essential Cookbook which, by the way, is not listed here. I suppose you could call them galettes, since they are buckwheat pancakes.
I halved this recipe and still had enough dough for about 8 blinis, so - go carefully.

Mix 115g buckwheat flour and 115g plain flour together, make a mould for a 7g sachet of dried yeast (I used half a cube of fresh yeast) and stir in 13floz of tepid milk. Fold in an egg and a yolk and make a smooth batter.
Leave to rest for an hour or so.
Beat the remaining egg white into peaks, and fold it into the batter.
Bake little saucer-size pancakes in very hot oil.

 I topped them with a mixture of fried, diced potatoes I found in the fridge and a couple of sliced spring onions, seasoned with delicious minted curry powder, topped with creme fraiche and some pretty trout caviar which I had bought for a party and forgotten to use.
 Als Nachspeise vermischte ich 250g Quark, 40%, mit einem halben Becher geschlagenem Rahm, etwas Bio-Orangenzeste und ein paar Löffel von meinem selbstgemachten Orangenmarmelade, die ja bekanntlich fast flüssig geworden ist (etwas Zucker oder Hollersirup geht auch).

Eine halbe Blutorange ausdrücken und zwei Blätter Gelatine darin auflösen, dazu etwas erhitzen.
Den Saft mit der Gelatine unter den Quark mischen. Man kann natürlich die Gelatine auch weglassen, aber die Mousse wird dann einfach Quarkspeise.
Mindestens eine Stunde kühlen lassen.
Die Mousse hält sich im Kühlschrank (oder auf der verschneiten Terrasse) zugedeckt ein paar Tage.
  
 For Pudding, I made an orange fool: I mixed 250g quark (or ricotta) with half a tub of whipped cream, some organic orange zest and a couple of spoonfuls of sugar or some marmalade mixed with a bit of orange juice.
Squeeze half a (blood) orange, dissolve two sheets of gelatine in it and heat it up briefly to dissolve it. Fold the juice and jelly into the quark-cream-mixture and leave to chill for an hour or so. I served it with a dollop of my home-made marmalade. If you don't want to use gelatine, just add the orange juice.
This will keep in the fridge for a couple of days, well covered. Or outside, on the terrace, in this wintery climate.
Die Tulpen sind schlau - als es kalt wurde, machten sie dicht. Die Apfelblüten sind trotz Kälte aufgeblüht, hoffentlich überleben sie es.
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Tulips are smart - as soon as the snow came, they closed up tightly, while the apple blossoms opened up to the cold...

Monday, 25 April 2016

Prince made my day

Hier kam ein bisschen Frohsinn  auf an diesem verschneiten Tag Ende April
Das witzigste Prince-Tribut im Internet: ein 19.99-Dollarschein, "formerly known as 20".
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This tribute to Prince, the wittiest yet in the internet, brought a bit of joy to this crap snowy late April day:
"They should put Prince on the $20 bill and call it $19.99 - It's "The bill formerly known as a twenty".

Sunday, 24 April 2016

Wärmende Farben für die neue Eiszeit

Jede Woche fahre ich zwei oder dreimal nach München und treffe Freundinnen beim Yoga und beim Essen, ich genieße die Straßen, den Spaziergang durch mein Neuhausen, das Stadtcafé, hin und wieder eine Ausstellung und, obwohl ich die meisten Filme inzwischen per DVD auf dem Sofa genieße, auch mal einen Film.. Dieses wochenende gab's auch wieder einen Flohmarkt, den ersten in der diesjährigen Stadtteilflohmarktrunde. Und obwohl ich nichts brauche, fand ich auch diesmal wieder reichlich Schätze.
 

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About two or three times a week, I go to Munich, to meet up for yoga, catch up with culture and have dinner with my friends. Movies tend to be watched on the sofa with the remote control these days.

Watching "Treme" today, there was a funny line: "In this town, we use lunch to talk about what we're gonna eat for dinner". Struck a chord or two!
 Löwengarten wieder voll auf Zack *** Our local for theweekly dinners has reached former heights again 
München ist bunt, selbst während dieser mini-Eiszeit, die wir gerade durchleben:  Auf dem Weg zum Stammtisch
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Munich is multi-coloured, even during this mini ice age we are living through.  On my way to the weekly dinner with my women friends

Wednesday, 20 April 2016

Apfelschnecken zum Abheben!


Es war beim Mädel vom Land, wo ich diese Apfelschnecken gefunden habe. Und sie hat recht, die Dinger schmecken himmlisch. Himmlisch. Und ich habe jetzt endgültig jede Scheu vor dem Hefeteig verloren: ans Rezept halten, dann gelingt es. Meiner war ein bisschen fest, und ich habe etwas Milch dazugegeben (nicht im Rezept), dann wollte er erst nicht aufgehen. Aber ich ließ ihm einfach so viel Zeit, wie er wollte und dann ging er halt doch noch auf.
Ich habe diese Schnecken inzwischen schon dreimal gebacken, das letzte Mal mit meiner selbst gemachten Zwetschgenmarmelade gefüllt und mit Zitronenguss überzogen. Mmmhm!


On one of my much-visited Austrian food blogs I found a recipe for these yeast buns, and the blogger was quite right: they taste heavenly.
I followed her recipe religiously, but then I got worried that the dough was too hard and added some warm milk. At first, it didn't rise, but I just left it and told it to do its thing. 
And, eventually, it did. 
I have baked them three times now, they always came out perfectly. the last lot I filled with jam, they make perfect breakfast brioches.
 

 If anyone wants the recipe in English, let me know!I am too lazy to translate it on spec...

UND SO GEHT'S
Für den Vorteig (Dampfl) habe ich 140g Weizenmehl mit 140g lauwarme Milch und darin aufgelösten 16g frische Hefe und 7g Honig vermischt.
Diesen Vorteig ließ ich zugedeckt an einem warmen Plätzchen gehen, bis sich
eine kuppelförmige, grobe Oberfläche bildet, die einfällt, wenn man mit dem Finger hinein drückt.

Der gereifte Vorteig wird mit 460g Weizenmehl (bei Maria Type 700, ich nahm das normale 405er), 2 Eiern, 2 Dottern, 60g Zucker, 150 g weicher Butter und einer Prise Salz verknetet. Ich hatte keine Bioorange, also nahm ich dazu die Zeste von ½ Biozitrone. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder per Hand ca. 12 Minuten kneten. Ich fing mit der Maschine an und knetete per Hand weiter - ich mag den Teig so gern in meinen Händen.
Den Teig in einer bedeckten Schüssel an einem warmen Plätzchen gehen lassen.

Für die Füllung 3-4 Äpfel (je nach Größe) schälen und klein würfeln, mit Zucker, Zimt, Zitronensaft mischen.

Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.  
 
Den wieder aufgegangenen Teig in 20 gleich große Stücke teilen, abdecken und weitere 15 Minuten entspannen lassen (diesen Schritt habe ich vergessen und die Teigstücke gleich oval ausgerollt).

In der Mitte der Teigflecken einen Streifen Apfelfülle legen, den Teig der Länge nach zusammen falten, sodass ein längliches, gefülltes Teigstück entsteht. Dises Stück von unten nach oben zu einer Schnecke aufrollen und mit der Naht nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Den Ofen auf 200 °C herunterschalten und die Schnecken in 12 – 15 Minuten goldbraun backen.

Frühling wird's auf dem Kirchberg und die Streuobstwiese sieht langsam nach Apfelbäumen aus!
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Spring is returning to our church hill with the baby apple trees.

Sunday, 17 April 2016

Neue Erlebnisse in München

Selbst in die Stadt zu fahren hat ja etwas abenteuerliches, jetzt, wo ich auf dem Land wohne. Erstens weiß man nicht, kommt der Zug oder nicht und wenn ja, wann. Gern fahre ich in die Stadt: wenn alles gut geht und der Schnellzug hält, was er verspricht, bin ich in 17 Minuten am Ostbahnhof.  
Gestern wagten der Engländer und ich uns auf den Theresienwiesen-Flohmarkt, ein kurzer Spaß, aber ein Spaß. Dann hat's geregnet. Ich fand sofort, was ich suchte - zwei Ständer für meine Mini-Lampenschirme, sowie einen antiken Regenschirm, für vier Euro. Küchengerät kaufe ich gerade nicht mehr - alles, was es gab, habe ich viel schöner daheim.


A bisserl a Buddha geht immer! ***Buddha has become a flea-market staple
 Saturday was the day of the annual mega flea market on the site of the Oktoberfest.
My Englishman and I embarked on the risky journey to the big city - the trains are quite temperamental at the moment because of works on the line.
We lasted about an hour before the rain started, but it was great fun. Didn't buy much, because nothing compared to the beauties already in my kitchen at home. Got an antique umbrella and some candle stands for my light shades, and had a foodie outing to a nice Lebanese place.
There is also a new attraction near the central food market - Eataly has landed in Munich.
And really, it is very nice. Very Italian.
Zum Essen gingen wir ins Café Manouche im Schlachthofviertel. Empfohlen war eigentlich in irgendeiner Zeitschrift das Schwestercafe "Beirut, Beirut", aber das ist winzig klein und sofort voll, wenn drei Leute anstehen, wir gaben gleich auf. Das Manouche ist hübsch, das Essen war OK aber  mit ziemlich viel Luft nach oben. Die Teigtaschen etwas trocken, der Fattoush auch - vielleicht versteh ich einfach nix von libanesischem Essen, aber es hat mir schlicht nicht besonders geschmeckt - es fehlt mir der Umamifaktor. 
Dagegen jetzt das Eataly: endlich hat die Schrannenhalle eine adequate Auslastung gefunden. 
An alle in München - geht hin! Es gibt wirklich alles, was es in Italien gibt, Gemüse von Agretti bis Mönchsbart, Käse von Fontina bis Ricotta, frisch und nicht teuer. 
Und irgendwie - Italien - Do bin i dahoam!


Ach, und übrigens - auch so kann man mit Beleidigungen umgehen:
Der Labourabgeordnete Dennis Skinner im englischen Unterhaus: 
Die Hälfte der Tories (Conservative Party) sind Gauner.
Parlamentssprecher: Bitte nehmen Sie das zurück.
Skinner: OK, die Hälfte der Tories sind keine Gauner.
 
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By the way, here's a novel way of getting around being sued for libel - an actual transcript from the House of Commons:
Labour MP Dennis Skinner : half the Tories are crooks. 
Speaker : Please retract. 
Skinner : OK, half the Tories aren't crooks.  

Thursday, 14 April 2016

Meine Schwester, das Abenteuer und ich

Gerade habe ich in ihrem Blog mit Freude, und ein bisschen neidisch, die ausführliche Version ihrer gewagten Reise nach Portugal gelesen. Zum dritten Mal fährt sie mit einem Auto, das man auch als betagte Schrottlaube bezeichnen könnte, nach Portugal. Klar, früher, unsere Rostlauben fuhren überall hin, da waren wir jung und eine Panne war doch kein Beinbruch. Mit Mitte 60 kann das machen, wer sich traut (da denke ich an unsere Mutter, die mit 63 ihre zweimonatige "Traumreise" durch Amerika unternahm!)
Luisa traut sich auch, und überall entdeckt sie Bezauberndes und Verzaubertes. Obwohl sie bei der Ankunft in ihrem porutgiesischen Häusl den Löffel abgibt, schreibt sie Stunden später, dass sie den Garten "aufgeräumt" hat. 
Meine Schwester, der Dynamo in unserer Familie. 
Mit 15 zog es sie schon in die Ferne, während ich brav daheim blieb und mein Abitur machte. Aber dann brach das Abenteuer auch über mich herein, mit Jahren des Pendelns zwischen Rom und München, und dann dem endgültigen Exit nach London.
Unsere lang geplante Weltreise sagte ich im letzten Moment ab, weil ich unbedingt heiraten musste.
Während Luisa, oft mit Kind und ihrem damaligen Kegel, jahrelang durch Wüsten zigeunerte (ist das jetzt politisch unkorrekt? in unserer Familie empfand man das "Zigeunern" immer als die ultimative Freiheit), ließ ich mich auf Jahrzehnte hinaus in England nieder, mit einem Jahr Auszeit in Spanien. 
Wir suchten das Abenteuer immer auf grundverschiedene Weise. Sie erzählt Geschichten von Gefahren, die sie durchgestanden hat, die mir so nicht passiert sind, weil es Gefahren gibt, in die ich mich nicht begeben würde. Sie schon, weil sie in Situationen, die für mich eigentlich zum Fürchten sind, immer etwas Magisches findet.
Was wir beide teilen, ist die - irgendwie neu gefundene -  Liebe zu Bayern. Und wir stecken uns an mit der Begeisterung für "unsere" auserwählten Länder - ich liebe Portugal, so wie sie immer England geliebt hat.
Ich finde Bezauberndes im Beständigen, im Bodenständigen, aber ein Teil von mir sehnt sich immer wieder nach etwas, das ich derzeit nur mit "ans Meer" beschreiben kann; aber man könnte es auch "mehr Mut" nennen.
 
With great pleasuer and a little envy I just read on her blog about my sister's epic journey to Portugal. She is brave enough to attempt a 3,000km journey in a pretty battered old car (o.k. - when we were young we took our clapped-out bangers anywhere without thinking twice, and broke down without major nervous breakdowns. As you do, when you are young.)
She is living proof that in your mid to late 60s, anything is possible. A bit like our Mum, who started travelling when our Grandmother died, in her 60s! 
Except Luisa has always had this pull. She left home at 15, while I stayed on to finish my school. Visiting her in Wales, my love affair with England began. 
I chickened out of our trip around the world which we had long planned for when I left school - instead I got married.
While she travelled the deserts of Africa and the mountains of India and Nepal - often with her daughter in tow, I embarked on some adventures of my own in Italy. Later, I left Germany and settled properly in England. 
Even later, I took a year out in Spain. My adventures tend to be rather long-term, sometimes quite spontaneous; hers are spiritual in a quite physical way, mercurial yet solid, magical and practical. 
We share our love for our home, Bavaria, and our passion for both our adopted countries - I adore Portugal, she loves England.
I find much magic in all that is solid, in the recurring, but sometimes I feel a stirring, a faint desire for something wild. 
Like the sea.
Sitio, Portugal, above Nazaré
 Málaga
Looking at Wales
  
Siena
 Somerset
  Schottland, auf dem Weg nach Oban (unten) *** Scotland, travelling to Oban (below)

Sunday, 10 April 2016

Ein Kuchen mit Gemüseanteil

Darf ich die geehrte Leserinnenschaft wieder einmal auf die Vorteile des im Gefrierfach vorrätig gehaltenen, selbst gemachten Quarkblätterteigs aufmerksam machen? Von Rugalach bis zur St.Honoré-Torte, vom Apfelkuchen bis Millefeuilles und sogar Tomatentarte macht er alles mit, ist der Teig aus gleichen Teilen Butter, Quark und Mehl allzeit bereit und komplett köstlich.
Ich habe diese Woche eine größere Menge Gelbe Rüben eingeheimst, deshalb gab es Mittwoch Ingwer-Karottensuppe, Donnerstag eine Menge köstlichen Karottengemüses (Achtung: Genitiv!) mit Bulgur, mit Ziegenfrischkäse verfeinert, das wir auch am Freitag noch mit Genuss aßen.
Am Samstag machte ich dann diese schöne, nagelneue Karottentarte, dazu die farblich harmonierenden Vitelottekartoffeln.
Die Karotten wurden kurz mit Zwiebeln angedämpft und dann auf den Blätterteigboden gebettet.
Oben drauf wird ein guter Schafskäse gebröselt und eine Mischung aus 3-4 Eiern und einem Becher Sahne gegossen. Gewürzt wird mit Salz, Chiliflocken und Ras-el-Hanout, und gebacken ca. 45 Minuten, oder bis die Tarte schön braun und aufgepufft ist.
May I remind my readers of the incredible advantages of having home-made puff pastry ready-made in the freezer at all times?  It lends itself to pretty much all the baking you'll ever want to do: from Rugalach  to Tarte St.Honoré to apple pie to Millefeuilles and even tomato quiche it will line your tin and provide a bed for all kinds of delicious fillings.
This week I bought a job lot of carrots, so on Wednesday I made a carrot and ginger soup, on Thursday I cooked carrots with onions and goat soft cheese to go with bulgur which also fed us on Friday.
On Saturday, I used the magic puff pastry as a bed for a stunning carrot tart, accompanied by colourful vitelotte potatoes.
I sautéd the carrots with an onion, seasoned with chili flakes and ras-el-hanout and spread them on the pastry base. A mixture of 3-4 eggs and a carton of cream is poured over the vegetables and I crumbled some good feta on top. Baking time is about 45 minutes or until the pie is nicely brown and puffy.
Und so schaut er heute aus, der Frühling!  ***  And this is what spring looked like today!